Jugendlandtag zeigt europäische Flagge

Oktober 9, 2010 Europa

Europa ist ein zentrales Thema beim diesjährigen Jugendlandtag. Die jungen Politiker wollen die Präsenz Europas in Deutschland steigern. Die Vorschläge, um dies zu erreichen, reichen vom Baustellenschild bis zum Gedenktag.

von Carolin Brunke

Die NRW-, Deutschland- und Europaflagge vor dem Landtag
Die NRW-, Deutschland- und Europaflagge vor dem Landtag

Beim dritten Jugendlandtag in NRW werden zwei große Themen besprochen – Ehrenämter und Europa. Viele Jugendliche beschäftigen sich in ihrem Alltag mit Ehrenämtern und setzen sich dafür ein, dass sie in der Schule gefördert werden.

Die Jugendlichen, die beim letzten Jugendlandtag, der im Juni 2009 stattfand, als Abgeordnete gedient haben, sind in diesem Jahr als Helfer engagiert. Sie sind es auch, die Europa als Thema festgelegt haben. Sie trafen sich nach dem letzten Jugendlandtag und überlegten, welches Thema gerade aktuell ist. „Als wir auf das Thema Europa kamen, wurde unter uns Helfern schon heftig diskutiert. Da dachten wir uns, dass das sicher auch der Fall beim Jugendlandtag sein wird und haben es vorgeschlagen“, berichtet der Abiturient Pascal Förster.

„In der eigenen Nation bleiben, bringt nichts. Die Zukunft Deutschlands liegt nun mal in Europa!“, bekräftigt ein 18-Jähriger, der für die SPD dabei ist. Dies merke jeder, der in ein anders europäisches Land reist und keine Probleme an der Grenze hat. Die gemeinsame Währung sorge außerdem dafür, dass sich Europäer in benachbarten Ländern nicht wirklich fremd fühlen. Doch die Begeisterung, die die Menschen für Europa aufbringen, ist schwindend gering. „Bei der letzten Europa-Wahl gab es eine Beteiligung von lediglich 43 Prozent“, beklagt Pascal Förster. Nun hoffen die jugendlichen Abgeordneten, durch ihre Beschlüsse etwas an dieser Situation ändern zu können.

Da es bereits Aktions- und Gedenktage wie beispielsweise den „Red Nose Day“ gibt, haben sich die Teilnehmer des Jugendlandtages überlegt, einen „Europatag“ einzuführen. „Schilder an Autobahnraststätten oder -baustellen, auf denen steht, dass diese durch EU-Gelder gefördert werden, erinnern die Menschen an die Tätigkeiten der EU“, sagt der 18-jährige SPDler. Außerdem wollen die jungen Politiker die Europa-Präsenz durch europäische Flaggen, die an öffentlichen Gebäuden gehisst werden, steigern. Auch wenn das den Bürgern persönlich nicht viel bringe, „wird man durch die Flaggen an Europa erinnert“ und hoffentlich können sich mehr von ihnen durch diese Maßnahmen mit Europa identifizieren.

Die Vorsitzenden der Fraktionen leiten dann am Montag die Beschlüsse im Bezug auf das Thema Europa an die Ausschüsse der richtigen Regierung weiter und diese sind es auch, die entscheiden, welche Maßnahmen für die Zukunft getroffen werden.

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